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Land aus Wein und Stein

Zwei Anbaugebiete - eine Große gemeinsame Jungweinprobe

Was am 8. und 9. März 1991 mit einer kleinen Weinpräsentation von vier Weinbaubetrieben aus Meißen, Radebeul, Bad Kösen und Freyburg im Landesweingut Kloster Pforta begonnen hatte, hat sich zwischenzeitlich zur größten Fachverkostung von jungen Weinen in Ostdeutschland entwickelt, die jährlich im Wechsel einmal in Sachsen und einmal im Anbaugebiet Saale-Unstrut stattfindet.

Jedes Anbaugebiet hat natürlich seine eigenen Stärken, so z.B. der Silvaner von Saale-Unstrut und Traminer aus Sachsen. Und darüber hinaus biete jedes neue Weinjahr immer wieder neue Überraschung und Favoriten.
Gemeinsam haben die beiden Anbaugebiete die klimatischen Besonderheiten: die sehr nördliche Lage und der bereits vorhandene Einfluss des Kontinentalklimas. Insofern sind aber die beiden Anbaugebiete auch sehr gut miteinander vergleichbar und prädestiniert vor allem für hervorragende Weißweine.

In der bereits zum 27. Mal stattfindenden Veranstaltung geben die Anbaugebiete Sachsen und Saale-Unstrut allen Weinfreunden einen umfassenden Überblick über ihre Jungweine hauptsächlich des Jahrgangs 2016. Vorgestellt werden insgesamt 211 Weine und Sekte (davon: Weißweine: 163, Kategorie Rosé, Weißherbst, Schieler: 12, Rotweine: 26, Sekte: 10). Rebsortenvielfalt zur Jungweinprobe Neben den klassischen Weinen, die beide Regionen gleichermaßen prägen – wie Müller-Thurgau, Riesling, Weißburgunder, Grauburgunder, Dornfelder und Bacchus – versteht es jedes Weinbaugebiet, auch seine Besonderheiten zu präsentieren. So stammen die angestellten Gutedel (2) sowie alle Silvaner (14) von den Hängen an Saale und Unstrut. Die sächsischen Winzer bringen als Gegenstück insgesamt 6 Goldrieslinge mit, eine Rebsorte, die hauptsächlich in Sachsen angebaut wird. Auch der Traminer ist aus sächsischer Sicht 4-mal vertreten. An der Spitze der Sortenlieblinge rangieren der Riesling (30), der Weißburgunder (25) und der Müller-Thurgau (18). Mit Abstand folgen die Sorten Bacchus (10), Kerner(10) und Scheurebe (5). Bei den roten Sorten (26), welche in diesem Jahr bei den Anstellungen enorm zugelegt haben, dominiert eindeutig der Spätburgunder (11). Danach folgen mit großem Abstand der Blaue Zweigelt und der Dornfelder mit je 3 Weinen. Die Anstellungen der Weine, deren Ausbau in großen und kleinen Eichenfässern vorgenommen wurde, beträgt 16, wobei hier rote und weiße Sorten dazu zählen. In der Kategorie Rosé werden insgesamt 12 Weine präsentiert. Hier begegnen dem Weinfreund solche Bezeichnungen wie Schieler, Rosé und Weißherbst. Mit 10 angestellten Sekten stellen die Winzer auch ihre Fertigkeiten in diesem immer mehr wachsenden Segment unter Beweis. Neben den insgesamt 7 Cuveé Abfüllungen gibt es 28 verschiedene angestellte Rebsorten, wozu auch einige pilzwiderstandsfähige Sorten, sogenannte Piwis zählen.

Die Große gemeinsame Jungweinprobe findet am 5. Mai 2017, ab 13 Uhr in der Börse in Coswig (Sachsen) statt. Karten inkl. Verkostung und kleinem Imbiss gibt es an der Kasse für 25,- € pro Person.

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