Land aus Wein und Stein

Vor 20 Jahren wurde die Weinstraße Saale-Unstrut eingeweiht – ein 60 Kilometer langer Erfolg

Alles war noch neu im Jahre 1993, auch der Ratschlag erfahrener Tourismusexperten, doch das Potenzial der Weinregion besser zu nutzen und den möglichen Besuchern einen roten Teppich auszurollen. Dazu gehören attraktive Angebote, verlässliche Öffnungszeiten und ein Routenvorschlag entlang der Weinberge, Weingüter und Straußwirtschaften. So war die Idee einer Weinstraße Saale-Unstrut geboren, die im September 1993 eingeweiht werden konnte.

Ursprünglich verlief sie von Nebra entlang der Unstrut bis nach Freyburg und weiter über Naumburg bis hin nach Bad Kösen. 1994 kam das thüringische Bad Sulza mit auf die Karte. Und als dann auch Memleben aufgenommen wurde, war auch jener Ort eingebunden, an dem Kaiser Otto I. oft weilte. Auf das ottonische Kaiserhaus geht schließlich auch die erste urkundliche Erwähnung des Weinbaus 998 zurück. Jetzt führt die Weinstraße über 60 Kilometer durchs Land, hat sich bestens für die touristische Navigation bewährt und mittlerweile auch zwei jüngere Geschwister bekommen. Die „Weinstraße Mannsfelder Seen“ zwischen Zappendorf und der Lutherstadt Eisleben führt auf einer Länge von über 20 Kilometern durch die nördliche Weinbauinsel. Im Südosten des Landes Sachsen-Anhalt hat sich die „Weinroute Weiße Elster“ vom Kloster Posa in Zeitz bis nach Wetterzeube längst einen guten Namen gemacht.

Waren doch anfänglich so manche Zweifler vom Sinn einer Weinstraße zu überzeugen, wird die Strecke längst von hunderttausenden neugierigen Besuchern Jahr für Jahr genutzt. In den 20 Jahren hat sich zudem ein ganzes Netz touristischer Routen über die Region gespannt. Die Straße der Romanik, die archäologische Route „Himmelswege“, viele Rad- und Wanderwege führen gut ausgeschildert durch eine reizvolle und geschichtsträchtige Landschaft mit dem hohe Anspruch, es auf die UNESCO-Welterbeliste zu schaffen.


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